Badisches Schulmuseum Karlsruhe
Badisches Schulmuseum Karlsruhe
Badisches Schulmuseum Karlsruhe e.V.
Badisches SchulmuseumKarlsruhe e.V.

20 Jahre Badisches Schulmuseum

Bericht der Jubiläumsfeier im Jahre 2008

 

 

Spickzettel und Schulstrafen im Knotenpunkt der Geschichte

Zahlreiche Gäste konnten Rektor Rudolf Karg, Herr Springmann und Herr Utzni vom „Badischen Schulmuseum" am vergangenen Freitag in der Aula der GHS begrüßen: so zahlreich, dass die aufgestellten Stühle bei weitem nicht ausreichten und weitere Sitzgelegenheiten beschafft werden mussten. Viel Prominenz war gekommen, um den zwanzigsten Geburtstag des Badischen Schulmuseums an der Grötzinger Schule zu feiern. Auf dem höchsten Berg Schleswig-Holsteins war Rektor Karg einst die Idee für ein Schulmuseum gekommen, 1988 wurde dann die Geburtsstunde für eine erste Satzung des Vereins „Schulmuseum Karlsruhe“. Im historischen Schulgebäude der Tulla - Grund- und Hauptschule legte man eine ständig wachsende Sammlung an, so dass eine Auswahl von Exponaten ab Mai 1992 ständig gezeigt werden konnte. Schließlich musste im Herbst 2000 auf Grund von Raumbedarf in der Tulla-Schule alles geräumt werden. Für kurze Zeit konnte ein neues Domizil in der ehemaligen Grenadierkaserne in der Moltkestraße gefunden werden, auch das musste bald wieder aufgegeben werden.

Am 8. November 2002 feierte das Museum endlich die Neueröffnung im Gebäude der Grötzinger Schule. „Jetzt kommt auch noch die Rede!" kommentierte sich Susanne Asche, Leiterin des Städtischen Kulturamtes, bereits vor Beginn ihres Vortrags, denn: „Wer denkt denn schon gern an seine Schulzeit zurück?" Die Schule gebe zwar des öfteren eine gute Vorlage für Literatur und Film, wie zahlreiche „Feuerzangenbowlen" beweisen, aber ihre Geschichtsschreibung und Erforschung der Zustände und Methoden friste eher ein bescheidenes Dasein, obwohl sie ein Knotenpunkt der Geschichte sei.
Da bietet das Schulmuseum herrliche Anschauungsmaterialien, wie beispielsweise bei der Darstellung der Schulstrafen vergangener Epochen oder der Untersuchung des Einsatzes von Spickzetteln und Mogeleien. Susanne Asche stellte daher eine übergreifende Zusammenarbeit mit anderen Museen und Einrichtungen der Fächerstadt in Aussicht, welche dem Badischen Schulmuseum weitere öffentliche Aufmerksamkeit und Anziehungskraft bescheren würde.

Eine besondere Würdigung erfuhr während der Feier Frau Dreßen, die im Herbst 78 Jahre alt wird. In altertümlichem Gewand „unterrichtet“ sie im historischen Klassenzimmer ganz nach den Methoden der Vergangenheit, welche sie mit viel Forschergeist aus Überlieferung und Literatur zusammengetragen hat. Das Klassenzimmer im Bau der Grötzinger Schlossschule erstaunt mit seinen alten Bänken und Pulten und den unzähligen Präparaten, Maschinen, Schulbüchern und Fotografien, die nur einen kleinen Teil des gesamten Fundus der Sammlung wiedergeben.

Die musikalischen Beiträge des Abends hatten eine gute Hand voll Leckerbissen zu bieten. Constantin stimmte das Publikum am Flügel „zeitlos“ ein und beendete das offizielle Programm mit „Serenade“. Die Flötengruppe von Frau Staud zauberte Atmosphäre der Renaissance und Zeitgenössisches für die Ohren und begleitete die Kinder der Grötzinger Schule bei ihren hinreißenden Auftritten. „Die Schule ist ein schönes Schiff, kommt alle mit an Bord“ und „das Rechnen tut nicht weh“ sangen und gestikulierten die Schülerinnen und Schüler temperamentvoll zum Thema „Schule heute" und mindestens genauso herzerfrischend gelang ihnen zur Freude aller in der Aula die musikalisch-historische Fassung ehemaliger Zustände oder Gepflogenheiten mit dem Lied vom armen Dorfschulmeisterlein, das sonntags Organist war und montags Mist fuhr. Einen fetzigen Auftritt wagten die „Sterntaler“ mit ihrer Play-Back-Version von „We will Rock You“, dem die kessen Outfits der Sieben-bis Elfjährigen einen besonderen Pfiff gaben. „Rock around the Clock“, „See You later Alligator“ und „Don't be Cruel“ tanzten die Rock'n Roller von „Forever“, während die Gruppe „Siempre Tango“ neue Formen des argentinischen Tanzes aufleben ließ.
Und damit „das Feiern nicht vergessen“ wurde (Rektor Karg), gab's danach noch einen unterhaltsamen Stehempfang bei Getränken und einem kleinen Imbiss.      StS

 

Quelle: mit freundlicher Genehmigung aus "Das Pfinztal"

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